Gewalt während des Bundestagswahlkampfes
1. Gewalt gegen Personen
Während der letzten vier Wochen des Wahlkampfes zur
Bundestagswahl vom 18. September 2005 gab es ingesamt vier
gewalttätige Übergriffe auf Wahlkämpfer und
Kandidaten der NPD – allein im Kreisverband Kiel-Plön.
Alle Übergriffe waren derart heftig, daß sich die Opfer
in ärztliche Behandlung begeben mußten.
Die Auflistung der Gewalttaten:
Rendsburg 20. August 2005
Beim Verteilen von Wahlkamfpmaterial wurde der NPD-Direktkandidat
für den Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde, der Dozent Dr.
Jens Görtzen, in seiner Heimatstadt tätlich angegriffen.
Rendsburg,
30. August 2005
Erneuter Angriff auf den NPD-Direktkandidaten für
den Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde Dr. Jens Görtzen.
Unser Kamerad wurde durch Faustschläge im Gesicht verletzt und
trug eine leichte Gehirnerschütterung davon.
Rendsburg, 3. September
2005
Nach Abschluß unseres Infotisches wurde ein der Redaktion namentlich
bekannter Kamerad auf dem Weg zu seinem Fahrzeug von einer Gruppe von sechs
selbsternannten Antifaschisten ohne Vorwarnung derart heftig ins Gesicht
geschlagen, daß er eine blutende aufgeschlagene Lippe davontrug. Die
Tat geschah, obwohl die Polizei unserem Ordnerdienst zugesichert hatte,
daß unser Mitstreiter sicher zu seinem Fahrzeug geleitet würde.
Ein Polizeibeamter, der dem Fahrzeug unseres angeschlagenen Kameraden zu
unserem späteren Treffpunkt gefolgt war – der Beamte hatte drei
silberne Sterne auf der Schulterklappe –, bemängelte
ausschließlich ein defektes Rücklicht an dessen Fahrzeug
und stellte einen Mängelbericht aus. Die blutende Gesichtsverletzung
schien ihn nicht zu interessieren. Offensichtlich hält dieser Beamte
ein durchgebranntes Rücklicht (um die Mittagszeit) für ein
derart schlimmes Vergehen, daß demgegenüber eine
Körperverletzung zu einem Bagatelldelikt verblaßt.
Wohl dem „Rechtsstaat“,
der sich auf solch „untadeliges Pflichtbewußtsein“ seiner
Beamten verlassen kann !
Eckernförde, 11. September 2005
Am Sonntag dem 11. September 2005 wurde ein Mitstreiter von uns aus
Eckernförde vor der Gaststätte „Kuddlmuddl“ in
Eckernförde von einer vermummten Gestalt niedergeschlagen. Die Tat
wurde gegen 1.30 Uhr von einer ca. 1,70m bis 1,80m großen
männlichen Person begangen.
Unserem Kameraden wurde aus einem roten Metallbehälter Gas ins Gesicht
gesprüht. Der Behälter hatte ein Fassungsvermögen von
gut einem Liter und enthielt ein Gas, das die Augen reizte. Nachdem
unser Kamerad mit dem Gas wehrlos gemacht worden war, schlug ihm der Täter
die Gasflasche auf den Kopf, so daß unser Kamerad mit einer stark
blutenden Kopfwunde besinnungslos zu Boden fiel. Der Täter
flüchtete, ohne sich um sein Opfer zu kümmern.
Passanten auf der gegenüberliegenden Straßenseite beobachteten
die Tat und riefen die Polizei und den Notarzt. Die Kopfwunde unseres Mitkämpfers
mußte mit sieben Stichen genäht werden.
2. Gewalt gegen Sachen
Von den ca. 250 bis 270 aufgehängten Wahlplakaten im Gebiet der
Stadt Kiel konnte am 20. September nach Abschluß des Wahlkampfes
kein einziges heiles Plakat geborgen werden. Von den knapp 600
Plakaten, die im Gebiet des Kreisverbands Kiel-Plön aufgestellt
wurden, blieben ca. 30 Plakate unbeschädigt.
An dieser Stelle erfolgt ein herzlicher Glückwunsch an unsere
politischen Gegner:
Ihr habt in heldenhaftem Kampf unsere bis an die Zähne bewaffneten
Plakate aus Pappe erfolgfreich bekämpft !
Vor dem Hintergrund der dargelegten
AntiFa-Gewalt gegen Sachen und Personen (Terror) wird immer weniger
nachvollziehbar, wofür unsere politischen Gegner eigentlich stehen. Zumindest
wird deutlich, daß sie keinen demokratischen
Rechtsstaat wollen.
Will die AntiFa die Herrschaft
der nackten Gewalt und des Haßes ?
Wollen die selbsternannten
Anti-Faschisten „einfach nur Spaß haben“,
indem sie Menschen verprügeln ?
Will die AntiFa die willigen
Erfüllungsgehilfen für die Herrschenden stellen, so daß diese ihre
Hände in „Unschuld“ waschen können ?
Oder wollen die selbsternannten
Anti-Faschisten sich nur ihr Gehirn wegsaufen und wegkiffen, so daß sie
nicht mehr nachdenken müssen, was sie tun ?
3. Verhalten von Polizei und Justiz
Vorbemerkung:
Natürlich sind auch wir von der NPD davon überzeugt, daß
die ganz große Mehrheit der Polizei ehrlich und rechtschaffen
ihren Dienst versieht. Auch wir sehen, daß die ganz große
Mehrheit der Polizei aufopferungsvoll im Interesse aller rechtstreuen
Bürger handelt. Nicht zuletzt beobachten auch wir, daß viele
Polizisten häufig die Fehler der Politik ausbaden müssen und
verheizt werden – läuft in der öffentlichen Wahrnehmung etwas
schief, bekommt die Polizei den „Schwarzen Peter“ zugeschoben.
Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen,
daß es auch unter Polizeibeamten Personen gibt, die den Polizeidienst
mißbrauchen, um ihr eigenes politisches Süppchen zu kochen –
vermutlich vorwiegend auf der Führungsebene. Um so stärker sollte
es auch im Interesse aller Polizeikräfte liegen, die „Schwarzen
Schafe“ an ihrem Tun zu hindern. Denn sollte bei Einsätzen der
Polizei regelmäßig die Beachtung des Rechtsstaatsgebots
mißachtet oder auch nur zweifelhaft sein, ist der
Rechtsstaat bald am Ende.
Einige Vorfälle des vergangenen Bundestagswahlkampfes werfen zumindest
erhebliche Fragen auf:
Bei Kontrollen durch Polizeibeamte von NPD-Wahlkämpfern beim Aufstellen
von Wahlplakaten wurden diese Kontrollen zum Teil derart zeitintensiv ausgestaltet,
daß für die Betroffenen die Grenze zur Schikane überschritten
wurde.
So waren beispielsweise drei NPD-Mitglieder in der Nacht vom 8. auf den 9. September
2005 in Kiel unterwegs, um Wahlplakate aufzuhängen. Zuerst wurden sie gegen 23.30 Uhr
am Westring im Bereich Kiel-Wik/Projensdorf kontrolliert. Die Kontrolle war nach ca. 5
bis 10 Minuten abgeschlossen, da alle Unterlagen in Ordnung waren. Die zweite Kontrolle
fand ca. 2 1/2 Stunden später am Ostring nahe der Kreuzung zur Preetzer Straße
statt. Diesmal dauerte die Überprüfung aller Unterlagen und der Personalien
nahezu 45 Minuten.
Auf die Frage ob auch Angehörige anderer Parteien, wie z. B. der CDU ebenfalls
derart aufwendig überprüft würden, gaben die Beamten eine ausweichende
Antwort. Eine weitere Frage, ob es überprüfbar sei, wie häufig alle
politischen Parteien beim Plakatieren kontrolliert würden, wurde verneint. Einer
der beteiligten Polizeibeamten stellte mit seinem Verständnis vom Rechtsstaat die
Gegenfrage, ob wir auch vernünftige Fragen hätten. Einer der beteiligten
NPD-Aktivisten gehörte früher der CDU an und war auch für seine alte
Partei mehrmals beim Plakatieren dabei. Er wurden damals kein einziges Mal von der
Polizei kontrolliert. Auch von der CDU bzw. der Jungen Union wurde aus Gründen
der Verkehrsicherheit fast immer in der Nacht plakatiert.
Für die Betroffenen stellt sich die die Frage, ob mittlerweile die Polizei von
den herrschenden Parteien instrumentalisiert wird, um die eigene Macht zu festigen.
Dem politischen Konkurrenten wird durch zeitaufwendige Kontrollen die Führung
des Wahlkampfes erheblich erschwert. Die praktizierten Behinderungen sind vermutlich
noch im Rahmen des gesetzlich erlaubten, trotzdem hinterlassen sie einen äußerst
üblen Beigeschmack. Es zeigt sich einmal mehr, daß es den Herrschenden nicht
mehr um den Erhalt der Demokratie oder den Bestand des Rechtsstaats geht ! Nein !
Offenbar soll nur noch die eigene Macht um fast jeden Preis erhalten bleiben.
Gibt es mittlerweile eine „Kumpanei“ zwischen Gewalttätern der
AntiFa und einzelnen Polizisten ?
Während unseres NPD-Infotisches am 3. September 2005 in Rendsburg verließ
einer unserer Kameraden kurz den Stand, um sich aus einem nahe gelegenen Geschäft
einen Kaffee zu holen. Dabei wurde er angegriffen. Abgesehen davon, daß der Kaffee
verschüttet wurde, gab es keinen weiteren Schaden.
Die Seite http://de.indymedia.org//2005/09/126697.shtml
enthielt am 7. September 2005 u. a. folgende Passage zu genau diesem Vorfall vom
3. September 2005 in Rendsburg:
„Eine der Polizistinnen (schönen Gruß an die nette junge Dame...:-)
sagte zu Ihrer Kollegin zum o.b. Vorfall "Schade, dass der (der Kugelfasch) nichts
aufs Maul gekriegt hat, da waren wir einfach zu schnell..."), als ein Passant
fragte, ob sie "die Jungs" (also die Antifa) im Griff hätte, antwortete sie,
"Ach, die sind sehr nett...". Überhaupt war das Zusammenspiel mit den Grünen
ganz OK, immerhin ahben sie nicht geräumt und waren ganz entspannt - dass sie
da sind, ist nun mal so und ich habs lieber stressfrei.“
(Orginaltext einschließlich aller Fehler)
Diese Einschätzung der Polizei durch die „AntiFa“, wie sie aus dem
zitierten Textausschnitt deutlich wird, wirft auch ein völlig neues Licht auf
den bereits geschilderten Vorgang mit der blutig
geschlagenen Lippe unseres Mitkämpfers. Vor dem Hintergrund des Dargelegten
muß die Fragestellung nach einer „Kumpanei“ zwischen zwischen
Gewalttätern und einzelnen Polizisten erlaubt sein - so erschreckend der Gedanke
daran auch erscheinen mag.
H. G.
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