Büdelsdorf: 200 Arbeitsplätze vernichtet ? !

9. Januar 2006, Flugblattaktion zum geplanten Arbeitsplatzabbau

Am Montag dem 9. Januar 2006 verteilten Aktivisten der NPD Flugblätter an die Mitarbeiter der Mobilcom in Büdelsdorf. Die Mobilcom reagierte ausgesprochen nervös. Leider gehören sowohl die Zuwegung als auch der Beschäftigten-Parkplatz der Mobilcom, so daß wir bereits nach einer guten Stunde aufgefordert wurden das Betriebsgelände zu verlassen.

Interessierte können sich die PDF-Datei des Flugblatts runterladen.

Die NPD-Flugblattaktion erfolgte, weil die Mobilcom plant, 200 Mitarbeiter zu entlassen. Das Wochenblatt „Der Spiegel“ nannte den Einstieg des US-Finanzinvestors Texas Pacific Group (TPG) als Ursache für diese Maßnahme. Aktionäre hatten Anfechtungsklagen gegen die Verschmelzung der Mobilcom AG mit Freenet eingereicht. Laut dem „Spiegel“ könnte dadurch eine Sonderausschüttung zur Refinanzierung des TPG-Einstiegs bei Mobilcom gefährdet sein.

TPG kauft also die Mobilcom und holt sich den Kaufpreis über Sonderausschüttungen zurück. Ist das nicht möglich, müssen eben deutsche Beschäftigte entlassen werden. – Das sind die Spielregeln der Globalisierung !

Der mögliche Einstieg von TPG führt dazu, daß über deutsche Arbeitsplätze nicht mehr in Deutschland, sondern in diesem konkreten Fall in den USA entschieden wird. Unter dem Vorwand der Globalisierung wird der Kapitalismus in unserer Zeit immer hemmungsloser ausgelebt. Sicher wird kein vernünftig denkender Mensch eine zentralgelenkte Panwirtschaft nach DDR-Muster haben wollen, aber der entfesselte „Turbo-Kapitalismus“ unserer Tage ist auch kein zukunftsträchtiges Gesellschaftskonzept.

Über Arbeitplätze in Deutschland muß auch in Deutschland entschieden werden. Es kann nicht angehen, daß „Abzocker“ irgendwo in der Welt für Werte, die in Deutschland erarbeitet wurden, Gewinne einstreichen. Das ist eine moderne Form der Sklaverei ! Leider haben diejenigen, die Globalisierung und die Entnationalisierung fordern, auch die Kontrolle über die Medien. So können sie (noch) nicht betroffenen Bürgern weismachen, es gäbe mehr Gewinner als Verlierer bei der fortschreitenden Globalisierung.

Wir fordern deshalb die stärkere Beachtung unseres Grundgesetzes !

Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Artikel 14 Abs. 2 GG

Aber wahrscheinlich gilt diese Verpflichtung durch das Grundgesetz heute nicht mehr als zeitgemäß, könnte diese Regelung doch als „rechtsradikal“ ausgelegt werden.

Denn alles was die Interessen der Herrschenden gefährdet, wird heutzutage als „rechtsradikal“ gebrandmarkt und damit auf dem medialen Scheiterhaufen verbrannt. Viele Grüße aus dem Mittelalter !

H. G.

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NPD KV Kiel-Plön 9. Januar 2006